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Wir rufen alle Interessierten zur Mitarbeit auf, solltet ihr interessante Beobachtungen bei den Weißstörchen gemacht haben, so schickt uns eine E-Mail, in dringenden Fällen am besten mit Tel.Nr., damit wir euch evtl. kontaktieren können. Wir werden dann versuchen sie hier schnellstmöglichst, als Information für alle interessierten Storchenfreunde, zu veröffentlichen. Wie immer werden hier auch neueste Informationen und Bilder von uns zu finden sein. Wer uns gern mit einer Spende unterstützen möchte, kann das per PayPal oder über unser Coreteam tun.

Team Sachsenstorch


25.05.2022 Am gestrigen Vormittag konnte mit Hilfe einer Drehleiter und den Kameraden der Grimmaer Feuerwehr eine neue  Ersatzcamera am Giebel des Bauhofes in Großbardau befestigt werden  damit vor allem die  Kinder der Kita "Spatzennest" Ihren Störchen "Emely und Paul" wieder hautnah beim Brüten zusehen können. Jetzt ist jeden Tag mit dem Schlüpfen der Jungen zu rechnen. 

Blick von oben zu den gespannten Kindern und den ebenfalls Storcheninteressierten Erzieherinnen und den hilfsbereiten Feuerwehrmännern und auf das Storchennest (Fotos us) 

Großbardau2 24.05.22GRoßbardau

Herzlichen Dank auch für die kleinen Überraschungen , welche die kleinen Storchenfreunde den Helfern nach der Aktion überreichten .

Hoffen wir gemeinsam , das das Storchenpaar dieses Jahr genügend Futter finden wird und gesunde Junge aufziehen kann!

Großbardau 3 

 

In diesem Jahr sind so viele Störche wie schon lange nicht mehr  bei uns zu sehen ...und es kommen immer noch Meldungen von neuen Horstbesetzungen zu uns und es haben sich sogar schon erste sogenannte "Nichtbrütertrupps" zusammen gefunden. Seit dem Wochenende hält sich ein kleiner Trupp von bis zu sieben Störchen zwischen Trebsen und Wurzen auf und ich konnte am Montagabend zufällig Ihren Schlafplatz auf abgestorbenen Bäumen entdecken. Oftmals nutzen die Störche Dächer von hohen Gebäuen oder Industrieanlagen und  Überlandleitungsmasten zum nächtigen . Vorher konnte ich auf einem Feld einen beringten unter Ihnen entdecken und  ablesen/fotografieren. ( ein zweijähriger Storch aus Kröbeln bei Riesa) Ein weiterer Storch war mit einem schwarzen Elsaring versehen und es war leider nur die Zentrale DEW (Wilhelmshaven) erkennbar. Bei der Trockenheit sind die Ringe oft bekotet und nur schwer ablesbar. 

Schlafplatz bei Trebsen an der Mulde 23.05.2022 Fotos US)

Trebsen  Trebsen2                                                                                           

Für uns ist es jedoch zuerst von Interesse möglichst alle anwesenden Brutstörche auf Kennringe zu untersuchen.Dabei muss man manchmal viel Geduld und Zeit aufbringen , denn jetzt ist oftmals nur ein brütender Storch auf dem Nest zu sehen und man muss ca. eine halbe Stunde einplanen bis er aufsteht und die Eier wendet.Den zweiten Storch bekommt man oft stundenlang nicht zu sehen wenn er weit weg unterwegs auf Nahrungssuche ist.In diesem Jahr sind 17 Paare mehr als im Vorjahr anwesend und über 70 Störche von den anwesenden Paaren  sind beringt!

Ein besonderer schwieriger Fall war in Thallwitz bei Wurzen zu lösen ...Bei der ersten Kontrolle konnte ich einen neuen Ringträger entdecken wie er gerade abflog. 3 mal war dann immer  nur das vermeintlich unberingte Weibchen zu sehen. Beim 5. Besuch konnte ich den Ring von vorn fotografieren aber der Storch flog ab und es war nichts erkennbar.                          Beim 6.mal hatte es endlich geklappt und zu meiner Überraschung war es ein elsaberingter Loburger Storch und noch dazu ein besonderer. 

Doch lest bitte selbst was auf der Homepage des Loburger Storchenhofes e.V. darüber berichtet wird.

 https://storchenhof-loburg.de/satellitentelemetrie-magnus-news-details/hat-diese-liebe-eine-chance.html

(Ich hatte schon dieses Jahr bei meinem ersten Besuch in Loburg auf dem Nest in Isterbies einen Loburger Pflegestorch entdecken können   , welcher  2019 als Jungstorch in Halle an der Saale an der B100 aufgegriffen wurde und nach Loburg kam und somit Glück hatte ...  später wieder in die Freiheit gelangte. Der schönste Lohn für die ehrenamtliche "Storchenarbeit"ist es , wenn ehemals  gerettete Vögel  wieder auftauchen und sich fortpflanzen .

Auf den Horsten wo die zeitigen "Westzieher" brüten, kann man schon den Nachwuchs sehen. 

20.05.Hainichen bei Eilenburg                                                               22.05. Bennewitz bei Torgau 

20.05.22 Hainichen  4 Bennewitzer  

in Bennewitz bei Torgau  befindet sich einer der beständigsten und erfolgreichsten Horste unseres Betreuungsgebietes ...

Bennewitz 22.05.22

auch unser mit 26 Jahren  dienstältester Storch,ein ehemaliger Pflegestorch aus dem Nürnberger Zoo ist wieder da und behütete am 22.05.  2 Junge im Horst !

Süptitz

In Pristäblich dem vielleicht derzeit am höchsten gewachsenen Nest unserer Region wird noch gebrütet...

Pristäblich

In Polbitz einem kleinen  Polderdorf  an der Elbe zwischen Torgau und Dommitzsch brüteten die Störche auch noch ,aber die Ziegen wollten auch fotografiert werden.

 POlbitz  

ein neues unberingtes Storchenpaar ist noch unentschlossen, ob es sich in Pegau am neuen Standort in der Bahnhofstrasse ansiedeln soll - (eine Brut ist jetzt kaum noch wahrscheinlich ,aber vielleicht kommen Sie ja im nächsten Jahr wieder zurück.)

Pegau Bahnhofstrasse24.05.22

in Wehlitz unserem westlichsten Standort sind schon 3 beringungsfähige Jungstörche zu sehen.(nach 2 h warten auf die Ablösung gab ich auf...)

(In Wehlitz hat bisher ein tschechischer Storch mit schmalem Metallring gebrütet, dessen Sichtung uns leider  noch fehlt.)

24.0522 Wehlitz  

Das Schkeuditzer "zeitige" Paar-einer war schon Silvester da ! (beide stammen aus Biebesheim am Rhein) hat auch schon Nachwuchs zu versorgen.(Fotos Uwe Seidel)

 

Schkeuditz

in Otterwisch hat das neue Paar alle 5 Eier ausgebrütet ! (Foto Klaus Döge von Webcam)

Otterwischer

Die Tage und Wochen vergehen sehr  schnell und die ersten Jungstörche werden vielleicht schon Ende Juni Ihre ersten Ausflüge unternehmen...die letzten im August .

Wir freuen uns über Ihr Interesse und auf Ihre Beobachtungen .

Uwe Seidel 

ehrenamtlicher Regionalbetreuer  


23.05. 2022 Vorraussichtlich ab morgen Mittag wird es wieder möglich sein über eine neue Webcam das Brutgeschehen in Großbardau  beobachten zu können. 

Die Kinder haben mit Ihren Betreuerinnen auch einen Handzettel entworfen und verteilt

nachdem es in der Nähe des Storchennestes eine der leider in Mode gekommenen unsinnigen "Knallereien "gegeben hatte.

Uwe Seidel ehrenamtlicher Regionalbetreuer 

IMG 20220519 WA0010.jpgKIta Großbardau


19.05.2022 Nachtrag zum gestrigen Beitrag.

Bei der gestrigen Beobachtung  scheint es sich tatsächlich schon um einen sogenannten Nichtbrütertrupp zu handeln. Auf meine telefonische Nachfrage zu dem mit gelben Zusatzring versehenen Storch konnte ich erfahren, das der Vogel erst  im Vorjahr in Salzwedel in der Altmark nestjung beringt wurde und im Mai also wenige Tage zuvor  schon in Linum südöstlich von Berlin ebenfalls im Trupp abgelesen wurde.

Ein zweiter beringter Storch in dem Klingenhainer Trupp wurde 2019  in Görzig bei Riesa beringt.

In vielen Horsten schlüpfen in diesen Tagen die kleinen Störche aus den Eiern. In den Camerahorsten der Region konnte man vielfach 4 oder gar 5 Eier(Otterwisch, Mügeln) sehen.

Hoffen wir , das das Wetter es gut mit den Störchen meint. Besonders die ersten 2-3 Wochen sind entscheidend wieviele Junge die erste Phase nach dem Schlüpfen überleben.

Die vor kurzem getauschte neue Großbardauer webcam war leider schon nach wenigen Tagen defekt und wurde vergangene Woche demontiert . Wir bitten um Geduld und Verständnis .Sobald eine neue da ist ,werden wir Sie hoffentlich zeitnah mit Hilfe entsprechender Technik wieder am Dachgiebel des Bauhofes montieren.

Bei den letzten Aktionen (Cameratausch) halfen uns kostenfrei die Fa. Mitnetz Grimma mit Herrn Streller und Manuel,(Fotos)

Cameragiebel  Großbardau  von oben

sowie bei versuchter Demontage der neuen defekten die  Fa. Bautechnik/Vermietung  Schödel aus Grimma ( leider kam die Hebebühne nicht hoch genug und die Aktion wurde abgebrochen.)

Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Grimma vertreten durch Herrn Kunze und einem weiteren Kameraden konnte die defekte Camera am vormittag des 13.05.  demontiert werden. 

Uwe Seidel vom Coreteam


18.05.2022... endlich erreichten uns am Montag Abend nach der langen  Trockenheit in einigen Regionen ersehnte Regenfälle ...

Für manche Nestlinge wie für 2 von 5 Jungen in Thräna kam der Regen leider zu spät, so berichtete Jörg Spörl. Hoffentlich finden die Altstörche genügend Futter für die verbliebenen 3 Jungen.

Ob es in Pausitz auch Verluste gab, ist nicht sicher , aber bisher sind immer  nur 2 Junge zu sehen. (Foto 11.05. 22Us.)

Pausitz

Ebenso sind in Zschöllau bei Oschatz sind  laut Webcam  immer nur 2 Junge zu sehen .

In Otterwisch und in Mügeln sind jetzt anhand der Webcams  auch die ersten Jungen geschlüpft.

Die kurze Abkühlung hatte mich gestern ermuntert eine Kontrollrunde in die  Oschatzer Region zu unternehmen um noch einige offene Ringstörche feststellen zu können. Im besetzt gemeldeten Baumhorst in Wermsdorf war leider kein Storch feststellbar.Zwei weitere Horste in Oschatz sind auch unbesetzt.

Wermsdorf Baumhorst

In Schlanzwitz bei Mügeln konnte ich den 2. Ringstorch des neuen Paares  in einer Brutpause ablesen. Das vermutliche Weibchen wurde 2018 in Quersa bei Großenhain beringt. Das Männchen stammt aus Norddeutschland vermutlich aus Niedersachsen und die Rückmeldung steht noch aus. In Cavertitz hatte sich nach einem zweijährigen Leerstand erfreulicherweise wieder ein Paar eingefunden und ein anwesender Storch war auch beringt und wurde 2019 in Mügeln beringt, konnte ich auf dem Portal der Vogelwarte Hiddensee erfahren.

In Naundorf bei Oschatz traf ich zum 4.mal wieder nur einen unberingten Storch an , obwohl dort auch ein beringtes Exemplar gesichtet wurde.

Kurioserweise hatte sich direkt unter der Horstunterlage eine Türkentaube ihren Brutplatz eingerichtet. Nur durch Zufall hatte ich unter dem Storchennest ein abfliegendes rufendes Exemplar der seltener werdenden kleinen Taubenart sehen können und so auch den Brutplatz entdeckt.

(Fotos Us)

17.05.22 Naundorf Türkentaube brütet am Gestell  Naundorf

Auf dem Weg nach Cavertitz über Strehla konnte ich zur freudigen Überraschung bei Klingenhain  einen nahrungsuchenden Weißstorchtrupp entdecken. 13  Störche waren verstreut auf einer abgemähten Wiesenfläche zu erkennen. Da war es natürlich interessant die Störche auf Ringe zu kontrollieren.Als ein Güllefahrzeug seine Ladung ausbrachte, liefen die meisten Störche dem Fahrzeug hinterher. Fotos Us. )

 

1 Klingenhain 17.05.2022 13 Störche

 KLingenhain5 ...und hatten auch so manche Beutestücke gefunden...auch 4 Schwarzmilane kamen angeflogen um Futter zu suchen.

Foto links Feldmaus im Schnabelgriff                                                                            4 Schwarzmilane - unten im Gras ein ruhender Weißstorch- rechts ein Mäusebussard 

 

 Klingenhain 6 Klingenhain 4

  Klingenhain 4

Gelber Rinhh l

ein mit einem der neuen verwendeten  gelben Farbringe versehener Storch befand sich auch in der Gruppe und konnte schließlich identifiziert werden.Allerdings war die Inschrift nur noch an einer Stelle ablesbar und es wird eine Weile dauern bis eine Wiederfundmeldung eintrifft.

KLingenhain 3

...hinter den Weißstörchen lugte ein Schwarzer Milan aus dem Gras hervor... aber keine Angst , diese beiden Arten tun sich normalerweise nichts...

vielleicht bleibt der Trupp ja noch in der Region? 

2 Störche hatten sich schon auf einem Baum rechts im Bild niedergelassen.

Inkedklingenhain17.05.22 LI

Am gleichen Tag wurde über Jörg Spörl ein nahrungssuchender Trupp bei Narsdorf bekannt.

Wir freuen uns über Ihre Infos und Ihre Mithilfe bei der Weißstorcherfassung 

Uwe Seidel vom Coreteam


Freitag der 13.Mai 2022

In diesem Jahr haben sich so viele Storchenpaare wie schon lange nicht mehr gezählt wurden  in unseren Gefilden angesiedelt !

Nach bisherigen Erkentnissen und Informationen sind im RB Leipzig bis dato 116 ansässige Horstpaare bekannt geworden .

Das wäre die 5. höchste Anzahl seit Beginn der landesweiten Erfassung  1960. 

Die höchsten Paarzahlen wurden in den Jahren 1996 (123 ),1998 (122),1999(120)und 2001 (118)  verzeichnet. 2002 waren es noch 114 Paare - danach begann der Bestand allmählich unter 100 Paare ab zu sinken.

Die anwesenden Paare werden im Zeitraum April- Juni erfasst  und ein Paar muss sich mindestens einen Monat am entsprechenden Horststandort aufgehalten haben.

Die offizielle Anzahl der anwesenden  Storchenpaare wird also noch ein Weilchen auf sich warten lassen.   

Woher plötzlich so viele Störche in diesem Jahr eingetroffen sind,ist noch ungeklärt . Von den anwesenden Störchen sind mindestens 65 mit Kennringen versehen und einige Neulinge konnten noch nicht abgelesen werden. 

So sind jetzt erst neue Brutpaare in Wermsdorf und Cavertitz (Altkreis Oschatz )und Eicha (Altkreis Grimma) bekannt geworden. Vielleicht gibt es ja noch mehr Überraschungen ?

Auch in Schlanzwitz bei Mügeln hat sich nach vielen Jahren Leerstand wieder ein neues Storchenpaar häuslich eingerichtet und brütet dort wieder.

Foto Uwe Seidel - Horst in Schlanzwitz 

Schlanzwitz

Auch in Mittelsachsen , im bisher fast Storchenfreien Altkreis Döbeln haben sich nach Info von Herrn Müller in diesem Jahr 2 Paare im Döbelner Stadtgebiet und eines  auf einem Schornstein in Hartha  niedergelassen. 

Foto vom neuen Storchenbetreuer Herr Müller - Neues Paar in Döbeln Döbeln 2022 4.jp 

Bei den jetzt  brütenden Paaren ist feststellbar , das ein Partner- meist die Weibchen, den ganzen  Tag über ausdauernd und langanhaltend auf dem Gelege sitzen und die Partner lange Reisen für die Nahrungssuche unternehmen !

Durch aktuelle Ringablesungen in der vergangenen Woche von Micha Fritzsch südlich von Elstertrebnitz  wurden zwei Störche festgestellt ,welche jeweils über 30 KM vom Brutort Dölzig und Frankenhain unterwegs  waren...Das zeugt meines Erachtens dafür , das die Nahrungssituation im Moment durch die anhaltende Trockenheit sehr schwierig zu sein scheint. Solange sich die Vögel nur selber versorgen müssen ist so eine Strecke für einen Weißstorch kein Problem.Wenn aber Junge im Stundentakt mit Nahrung versorgt werden müssen ist die Situation schon kritischer zu betrachten, besonders für junge Paare ,welche sich erst neu angesiedelt haben.

Die älteren Paare haben da vermutlich durch Ihre Erfahrungen einige Vorteile und wissen aus den Jahren wo es überall in der Gegend lohnt nach Futter zu suchen-aber leichter haben Sie es deshalb auch nicht .  

 

In Thräna sind die 5 Eier ausgebrütet und die Jungen  geschlüpft . Foto webcam von Jörg Spörl 

 

13.05.22 Thräna

auch BB39 hat sich wieder  in Thräna eingefunden ,diesmal mit einem unberingten Partner ... mit einer Brut wird es jedoch  mit ziemlicher  Sicherheit aber nichts mehr ...Foto Jörg Spörl 

IMG 20220512 WA0017

Storchenfreund Andreas Baumgärtel hatte am 06.05. bei Brohna einen Nahrungstrupp von über 20 Störchen gesichtet , daruter  5 Ringströrche, welche er alle ablesen konnte. Unter den beringten Störchen alle  vom Jahrgang 2020 waren 2 polnische  , 1 Ringstorch aus unserer Region aus Gruna, einer aus Brandenburg und sogar einer mit neuem farbring versehener. ( Foto Andreas Baumgärtel )

DSC02503.jpg2020 iger

In Brohna und auch in Radibor wird derweil  fleißig gebrütet. (Foto Andreas Baumgärtel ) Mitunter können im Horst befindliche höherstaudige Pflanzen auch etwas Schutz vo der starken Sonneneintrahlung gewähren ...

Radibor A. Baumgrtel

Wir freuen uns über Ihre Infos und Beobachtungen.

 Uwe Seidel vom Coreteam

 


08.Mai 2022  2004 brüteten in unserem Erfassungsgebiet 110 Storchenpaare - 2005 gab es dann ein sogenanntes Störungsjahr.

Weil tausende Störche im Winterquartier und auf dem Zugweg ums Leben gekommen waren, gab es in dem Jahr 2005  im Bezirk Leipzig nur noch 70 besetzte Storchennester.  Der Bestand erholte sich in den Folgejahren zwar wieder langsam, ging aber nur noch selten über 100 Paare. 

Nachdem sich der Bestand in den letzten Jahren bei 90 Brutpaaren eingepegelt hatte, geht es seit zwei Jahren in Zehnerschritten aufwärts und in diesem Jahr ist der Bestand nach letzten Erhebungen  wieder bei 110 Paaren angekommen.Die Höchstanzahl besetzter Horste betrug übrigens zwischen 1990 und 2000 122 Paare.

(Deswegen sind auch immer noch zahlreiche Nisthilfen im Land unbesetzt und jedes Jahr kommen zusätzlich  neue aus guter Absicht hinzu )

Leider hat sich die Nahrungsgrundlage durch den Landverbrauch und die Industrielle Landwirtschaft für die Störche und andere  Vogelarten nicht verbessert und es kommt bei dichter werdenden Standorten immer wieder zu Konkurenzverhalten. 

Auch im sorbischen Brohna  bei Bautzen , einem der ältesten und erfolgreichsten Standorte in Sachsen über die Jahrzehnte gesehen ,aber in den letzten Jahren verwaist , hat sich nach einigem Hin-und Her ein neues Paar niedergelassen.( Foto- Andreas Baumgärtel )

der beringte Storch stammt aus Mügeln und war nach Info von Andreas Baumgärtel schon im Vorjahr in Radibor im Nachbarort  anwesend, wohin sich in den letzten Jahren das Storchengeschehen verlagert hatte.   

BB14 in Brohna

Wenn zwei Paare jedoch in Sichtweite brüten, sind in unserer Region Niststreitigkeiten vorprogrammiert wie unlängst in Thräna bei Jörg Spörl geschehen. 

Vor zwei Jahren wurde in Grubnitz bei Wurzen auf Privatinitative eines Landwirtes eine neue attraktive Nisthilfe in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Werkstattesse errichtet, welche auch schon im vergangenen Jahr von zwei unberingten Störchen inspiziert worden war. Das Nest auf der Werkstatt blieb voriges Jahr leer... der langjährige Grubnitzer männliche Brutstorch hatte 5 Jahre mit einer jeweils unberingten Störchin keinen Nachwuchs hervorbringen können... Als im Vorjahr das Püchauer in Polen beringte Männchen bei Nebel mit einem Fahrzeug kollidierte und dabei zu Tode kam gesellte er sich zu dem Püchauer unberingten Weibchen und brachte 2 Junge zum ausfliegen.      Auch aus den zwei geborgenen Eiern schlüpften  in Loburg 2 Junge  aus  die später bei uns eingesetzt wurden und auch erfolgreich ausflogen.(siehe Berichte im Archiv2021)

Nun hatte sich vor ca. 2 Wochen ein neues Paar in Grubnitz auf dem Mast niedergelassen und am 29.04.ließ traf ein zweites Paar in Grubnitz ein und es kam zu Kämpfen wobei das vermutliche Männchen vom Mast sich dabei schwer verletzt hatte und am nächsten Morgen  von Herrn Gödicke tot auf einer Wiese unweit des Nestes mit abgebissenem Kopf gefunden wurde.Der Storch hatte sich beim Kampf den linken Flügel verletzt und war nicht mehr auf sein Nest gekommen.Dort hatte Ihn wahrscheinlich ein Fuchs überrascht,der in der Nähe seinen Bau hat, so Herr Gödicke.

toter Storch am 30.04.22 aus Grubnitz Nistmast  Foto. U.S.        30.04..22 Siegreiches Paar auf der Werkstattesse Foto U.S.

30.04.22 todfund Weißstorch GRubnitz Grubnitz    

Mit einer Drohne wurden in einer Brutpause zwei Eier festgestellt und die Anwohner stellten auch keine Ablösung beim Brüten fest, so das am Montag Morgen mit Hilfe der Wurzener FFW unter Einsatz von Torsten Thomas und einem zweiten Kameraden die Eier geborgen werden konnten und ich Sie zum ausbrüten nach Loburg zum Storchenhof brachte.        (Es waren die ersten der Saison)

Grubnitz- Nistmast Foto Us. 

02.05.22 Grubnitz

Mittlerweile soll sich ein neues Männchen eingefunden haben und sich  somit 2 Brutpaare in Grubnitz befinden. Bei einer abendlichen Kontrolle konnte ich auf dem Nistmast einen möglicherweise brütenden und auf der Esse einen stehenden Storch sehen. Ob sich am Ende des Tages 2 Brutpaare in unmittelbarer Nachbarschaft friedlich und erfolgreich  arrangieren können ,wäre zwar wünschenswert ,aber bei Uns im Gebiet ein Wunder und das 1. mal.

Nachdem in den letzten beiden  Wochen zahlreiche Horste kontrolliert wurden, konnten auch schon bei uns die ersten Jungen der zeitigen Paare gesichtet werden.

Wehlitz bei Schkeuditz (fotos us)

Wehlitz 02.05. Wehlitz

Syhra -Geithain - 05.05. (unten links ein Waschbär auf der Wiese - in den letzten 3 Jahren kamen aus ungeklärten Gründen keine Jungen zum Ausfliegen ...

05.05.Syhra 2 Syhra

Großwig -Torgau 06.05. Foto Us.                                                                               Wilchwitz- Altenburg/Thüringen 07.05.  foto Jörg Spörl

Grosswig  Wilchwitz J. Spörl

Auch in einigen unserer zahlreichen Camerahorsthorste kann man jetzt das schlüpfen oder füttern der Jungen Störche beobachten. So sind jetzt auch in Thräna die ersten Jungen geschlüpft und in Zschöllau - Oschatz sind Sie schon etwas größer zu sehen.

An anderen Standorten wie hier in Mockritz -Torgau haben sich in den letzten Tagen erst Störche eingefunden...

Es kann gut sein, das es sich dabei auch um Störche handelt ,die bei Horstkämpfen das Nachsehen hatten und nun ein leeres Nest besetzen wie hier in Mockritz welches in den letzten Jahren immer nur sporadisch besetzt war . Am Kopf des Storches sieht man eine Verletzung welche vermutlich beim Kampf  von einem Gegner zugefügt wurde.  Fotos U. Seidel 

06.05.Mockritz  gezeichneter Storch in Mockritz

 in Zinna -Torgau wurde im Vorjahr  durch den LPV Torgau ein Ersatzhorst für das marode Nest auf einer Esse errichtet welcher erst jetzt nach Info von Udo Weisser von einem neuen Storchenpaar besetzt wurde. Einer der beringten Vögel hatte sich bereits schon  im Vorjahr in Neiden auf einem lange verwaisten Dachhorst zur Freude der Anwohner niedergelassen. Die zwei geschlüpften Jungen überlebten leider nicht. Foto us 

Zinna 06.05.2022

Hoffen wir , das es in diesem Jahr für das Zinnaer und viele andere  neue Storchenpaare eine erfolgreiche Brutsaison  geben wird. 

Ab dem 20. Mai werden wir genauer  wissen,wo überall Brutverhalten der anwesenden Paare zu beobachten ist.

Uwe Seidel 

ehrenamtlicher Regionalbetreuer 



05.05.2022 -  Zitzschner Störche brüten 2022

Nachdem im Jahr 2020 zwei Störche versuchten, auf einem noch in Betrieb befindlichen Schornstein der Gärtnerei, ein Nest zu bauen und die daraufhin auf einen Mast umgesetzte Palette im Jahr 2021 zwar von einigen Störchen besucht wurde aber keiner blieb, hat Zitzschen nun in diesem Jahr ein inzwischen brütendes Störchenpaar. Der Erste lag pünktlich zu Gründonnerstag morgens im Nest, der Zweite folgte nur einen Tag später. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Frau Ritter, von der Stadtverwaltung Zwenkau! Sie hat blitzschnell einen Aushang zum Thema Feuerwerk erstellt, welchen wir im ganzen Ort angebracht haben. Nun hoffen wir alle, auf den ersten Storchennachwuchs in unserem Dorf!

Bericht und Bild, Anja Kraushaar

Storchenpaar Zitzschen
Danke Anja für den informativen Bericht, sorry dass es etwas länger gedauert hat.


Klaus Döge
Coreteam


28.04.2022 Erste Jungstörche in Sachsen gesichtet !

Gestern Abend bekam ich von Jirka Scheit aus Zwickau die freudige Nachricht ,das in Neukirchen bei Crimitzschau schon die ersten Jungen zu sehen sind!

Nach 20 minuten geduldigen "ansitzens " vor dem Nest auf der hohen Esse gelang Ihm die Sichtung der geschlüpften Jungen.

Foto Jirka Scheit 

27.04.22 Neukirchen Foto Jirka ScheitBei dem Ringstorch handelt es sich vermutlich um den langjährigen männlichen Brutstorch welcher 2010 in Syhra beringt wurde.

Auch in Schkeuditz , Großwig und einigen anderen Orten könnten  sich schon Junge im Nest befinden.

In Thrähna wird nächste Woche mit dem Schlupf der ersten Jungen gerechnet. Das kürzlich neu angesiedelte Paar mit BB39, einer Tochter der Thränaer Brutstörchin auf dem Nachbarmast wurde nach einer Woche Duldung zum Ärger von Jörg Spörl nun doch noch vertrieben. Es befindet sich jetzt auf dem Nest in Borna Wyraaue wohin  das Paar vom Vorjahr mit Storch "Helmut" bisher nicht zurück gekommen ist.

Ob BB39 noch brüten wird ist fraglich , da Sie schon sehr zeitig mit dem vorjährigen Männchen aus Jahnshain in Frauendorf war und vermutlich dort schon ein Gelege hatte. Danach war Sie dann in Frohburg wo, Sie widerum von HC145 der langjährigen Frohburger Brutstörchin des Platzes verwiesen wurde ,welche in Plottendorf(Thür.)  einer neuen unberingten Nebenbuhlerin unterlegen war und zuletzt ja in Thräna 2.

Das HC145 nach der vorjährigen  Liäson in Plottendorf dieses Jahr wieder nach Frohburg zum vermutlich langjährigen unberingten Platzhalter zurück gekommen ist, mutet an , das es bei Störchen wie bei uns Menschen zu sein scheint... Anhand der konsequenten Horstkontrollen und  der beringten Störche besonders in der Ankunftsphase  konnten wir ja in den letzten 10 Jahren herausfinden , das jedes Jahr ca. 30 Prozent der Paare wechseln. Darüber möchte ich später eingehen.

Im Moment gibt es immer noch Neu-oder Wiederbesiedlungen und von der Paaranzahl ist die Vorjahreszahl schon längst erricht. 

In Wolfshain und anderen  Orten haben sich in der vergangenen Woche erst zurückgekehrte Störche eingefunden und mit der Paarung begonnen.  

27.04.22 Wolfshain neues Paar auf saniertem Horst us

BB43 in Wolfshain 27.04.2022

Fotos US.

Uwe Seidel coreteam


26.04.2022 - In diesem Jahr haben wir viele weißstörche in unserer Region. Horste die schon seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt wurden sind wieder belegt. So z.B.: in dem Ort Grethen bei Grimma, einem Ort der schon vor ca 100 Jahren von den Störchen besucht wurde. Bernd Holfter ein profunder Kenner der Storchengeschichte im Altkreis Grimma, zeigte vor Jahren in einem Vortrag eine Ansichtskarte von Grethen aus dem Jahre 1936, wo ein Storch auf dem Nest stand. Leider hatten die Grethener seit vielen Jahren keine Störche mehr und hofften jedes Jahr wieder auf die Ankunft der Adebare. In diesem Jahr wurden sie nun endlich mit einem Storchenpaar für ihr langes Warten belohnt. Ob es das Storchen paar aus Otterwisch ist, welches in diesem Jahr zu spät kam und ihren Horst besetzt vor fand, kann man nicht genau sagen, aber auf jeden Fall ist nun Grethen wieder ein Storchendorf und rundum glücklich. Auch wenn das Nest nicht optimal ist hoffen wir, dass die Störche darin brüten. Am Ende des Jahres soll der Horst nach Aussage des Heimatvereins dann komplett neu gemacht werden. Hier das Paar in den ersten Tagen. Foto(Heimatverein Grethen)

Grethen 19.04.2022 1

Aber auch neue Ansiedlungen sind entstanden, so in Kleinbeucha, einem kleinen Ort zwischen Beucha und Steinbach. Hier haben die Störchen auf einen Strommast ein komplett neues Nest errichtet. Noch liegt kein Ei drin, aber es sieht so aus als wenn es in diesem Jahr ein Brut gibt. Heute war ich vor Ort, habe einige Fotos gemacht und mit Anwohnern gesprochen, auch sie sind sehr glücklich und hoffen auf eine Brut. Von der Lage her ist es ein schöner Platz, Wiesen und Teiche alles in unmittelbarer Nähe sind ein großer Vorteil. Nun wollen wir die Daumen drücken, dass alles gut klappt und bald Junge im Nest klappern.

DSCN1831

DSCN1830

Klaus Döge
Coreteam


18.04.2022 Wie erhofft sind in der vergangenen Woche sehr viele Weißstörche zu Ihren Horsten zurück gekehrt und auch einige Neulinge versuchten ein Nest zu erobern, was in manchen Fällen zu heftigen Kämpfen wie in Saasdorf  geführt hat.

Foto und Info vom 15.04. von Olaf Becher-(hier ging der Kampf wohl glimplich aus und das unterlegene Paar suchte das Weite und findet bestimmt eines der zahlreichen leerstehenden Nester in unserer Region... 15.04.Saasdorf O. BNecher

auch das vierjährige Weibchen BB39 ,welches zuerst in Frauendorf und später in Frohburg auf dem Nest zu finden war, musste sich noch einmal umorientieren und hat sich jetzt spontan mit dem unterlegenen vertriebenen Groitzscher Männchen des Vorjahres  HP495 zusammengetan und sich am Abend des 13.4. in Thräna 2  auf einem Nest auf einem Betonmast neben dem Haupthorst niedergelassen...

Foto Jörg Spörl - im Vordergrund das Männchen 

Thräna 2 J. Spörl

Nach fast einer Woche friedlicher Koexistenz und  Duldung durch das Revierpaar wurde heute sogar das erste Ei von dem jungen Paar abgelegt.

Foto Jörg Spörl - Links der Haupthorst - rechts das neue Paar 

Thräna 1. u. 2 J. Spörl 16

Vielleicht liegt es auch daran , das das neue Weibchen BB39 die Tochter der Thränaer Brutstörchin H9485 ist , welche bis 2018 in Wilchwitz gebrütet hat und erst 2019 nach Thräna umgezogen ist ?

 

Ich glaube in dieser Hinsicht wissen wir über solche Dinge sehr wenig ?

Können Störche Ihre Nachkommen nach Jahren wiedererkennen ? Es wäre sehr spannend , wenn jemand dazu  Erfahrungen hat.

 

In Otterwisch hat sich nach mehrmaligen Kämpfen das neue Paar gegen ein unberingtes, vermutlich das alte der vergangen Jahre durchgesetzt. Nachdem  bei den Kämpfen 4 Eier zerstört wurden, hat das dominante Paar noch einmal 3 Eier nachgelegt....

Kurz darauf wurde am 13.04. ein unberingtes Paar in der Nachbarschaft auf dem Nest auf dem Grethener  Kirchendach  gesichtet .

Foto  Bernd Holfter

13.04. B. Holfter Grethen

Am 14.04. konnte  endlich auch ein unberingtes Paar in Beiersdorf von Klaus Döge  gesichtet werden. Foto Klaus Döge 

14.04. Bsdf. Klaus Döge 14.04.      

In Kleinbeucha bei Bad Lausick  entdeckte Friedrich Eidam wie ein Paar unberingter Weißstörche am 15.04.  auf einem E- Mast in Eile ein Nest errichtete. Möglicherwiese handelt es sich hier um das vertriebene Otterwischer Altpaar , denn die Entfernung nach Otterwisch liegt durchaus im Einzugsgsgebiet des Otterwischer Horstes .

Wenn die Eiablage bevorsteht bauen Störche schon mal in der Not ein neues Nest wie im Vorjahr in Dewitz geschehen als Nilgänse das  Storchenest besetzt hatten und dieses erst in letzter Minute wieder frei geworden ist , die jungen Nilgänse das Nest verlassen hatten.

2 Fotos Friedrich Eidam 

 15.04.Kleinbeucha F

 15.04. Kleinbeucha Friedrich Eidam

seit dem 17.04.ist nach Info von Mario Richter auch das Paar in Böhlitz wieder vereint. Foto Mario Richter

17 M. Richter Böhlitz     

Eine Übersicht wo überall die Nester besetzt sind ,können wir vorraussichtlich  Ende April geben , aber selbst im Mai kann es noch Veränderungen geben wenn Störche verspätet zurück kommen.

Auch in der Region Bautzen sind jetzt vielerorts die Störche angekommen und haben auch gleich mit dem Brutgeschäft begonnen.

Am Ostersonntag besuchte ich mit meiner Frau und meinem Enkel unseren Storchenfreund Andreas Baumgärtel in Radibor und wir  konnten den sorbischen Osterprozessionen beiwohnen und auch die umliegenden Horste mit Ihm besuchen. Viele  Menschen aus  nah und fern waren zugegen und erfreuten sich bei schönstem Wetter an den Feierlichkeiten, welche  durch die  stolzen  Osterreiter mit den geschmückten Pferden gekrönt wurde.        Fotos U.S. 

Radibor 2

17.04.22 Radibor auch das Radiborer Storchenpaar in der Bildmitte nahm wohl an dem Geschehen Anteil könnte man annehmen.

Wünschen wir uns also ein gutes Storchenjahr und das die Menschen auf der Erde nach Ostern 2022 beginnen sich wieder auf die  wichtigsten Dinge im Zusammenleben der Völker und Nationen zu  besinnen...

Uwe Seidel vom Coreteam


13.04.2022 Aus dem Erzgebirgskreis erhielt ich eine erfreuliche Mitteilung. Das Storchenpaar welches letztes Jahr den Horst in Gelenau besetzt hatte aber nicht mehr zur Brut kam da es schon zu spät war, ist zurück. Denn auch das Weibchen ist mittlerweile eingetroffen und es wird fleißig gebaut.

"EMail von 2022:

Hallo Klaus,

mit großer Freude möchten wir Dir berichten, das seit gestern, Freitag, den 08.04.2022 gegen 15.00 Uhr unser Horst in Gelenau wieder besetzt ist.Es muss das Storchenmännchen vom Vorjahr sein, da er auch sofort die Ihm bekannte Futterstelle aufgesucht hat.Er hat letzte Nacht im Horst übernachtet und beginnt seit heute Morgen eifrig mit dem Nestbau. Hoffentlich kehrt auch das Weibchen gesund und munter zurück.
(Ist nun auch da s.o)

EMail von 2021:

GPS-Koordinaten: 
50° 42` 8.827``N  12° 56` 49.715``E - Straße der Einheit 260, 09423 Gelenau/Erzgebirge
Errichtung des Brutplatzes im Frühjahr 2018 aus einem Gag heraus, ohne überhaupt daran zu denken, dass sich wirklich einmal Störche niederlassen würden. Bereits im Sommer des gleichen Jahres landete tatsächlich ein erster Weißstorch auf unserem vorbereiteten Brutplatz zur Stippvisite. In den Jahren 2019 bzw. 2020 besuchten Sie abermals von März bis Juli unseren Horst, jedoch blieben Sie nur für kurze Zeit ohne Brutverhalten. In diesem Jahr ist das anders, die beiden Weißstörche haben sich seit Mittwoch, den 16.Juni 2021 angesiedelt und sind fleißig mit dem Nestbau beschäftigt.Die Kopulation der Tiere konnte man täglich beobachten.

Viele Grüße
Jana und Rainer"

DSCN2256   IMG 20210616 142858

Eine sehr schöner Erfolg, hoffen wir nun auf die erste erfolgreiche Brut in diesem Jahr.

Klaus Döge
Coreteam


08.4.2022 Trotz regnerischen und stürmischen Wetters sind in den letzten Tagen  zahlreiche Störche teilweise sogar in der Nacht an Ihren sächsischen Heimatnestern  angekommen...

(vielen Dank für die vielen Informationen und Fotos.) Hier eine Auswahl mit Fotos.

Im sorbischen  Radibor bei Bautzen konnte Andreas Baumgärtel am 05.04. das zwar unberingte aber an seinem "Klaffschnabel" unverkennbare Weibchen begrüßen.

Foto Andreas Baumgärtel. 

Radibor 5.4.2022

In Dewitz bei Taucha konnte Bodo Schwarze am Morgen des 06.04.die Ankunft des 2. Storches , vermutlich des  Weibchens feststellen .(Foto Bodo Schwarze )

Dewitz 07.04.2022 Foto Bodo Schwarze

 

Gerd Kunze aus Nemt bei Wurzen konnte nach mehreren Gaststörchen die Ankunft des ersten Brutstorches am 07.04. bei der Reinigung des Nestes feststellen . (Foto Gerd Kunze)

Nemt_Gerd_Kunze_07.04.22_.jpg

In Böhlitz Altkreis Wurzen konnte Mario Richter am Abend des 07.04. die Ankunft des 1. Storches auf dem sanierten Horst im Bild festhalten. (Foto Mario Richter)

07.04.22 Böhlitz Foto Mario Richter

In Nebelschütz  Altkreis Kamenz  konnte Dennis Wagner ebenfalls am 07.04. die Ankunft des 1. Storches fotografieren (Foto Dennis Wagner )

Storch in 01920 Nebelschütz

 

In Kleindalzig Altkreis Borna umkämpften 3 Stoerche das Nest  was Susi Berger anschaulich dargestellt hat. (Foto Susi Berger über Jörg Spörl)

07.04. 3 Störche Susi Berger Kleindalzig

In Groitzsch Altkreis Borna gab es auch nach Horstkämpfen einen Partnerwechsel .Das bringte Männchen vom Vorjahr wurde vertrieben und versucht nun in Großstolpen Altkreis Borna ein Weibchen auf einer Esse anzulocken. Foto und Info von Andreas Fischer 

IMG 20220403 WA0003

Leider kommt es bei den Storchenkämpfen um die Vorherschaft um den Brutplatz auch manchmal zu schweren Verletzungen welche zum Tode führen können...

So wurde am Vormittag des 06.04.in Oelzschau Altkreis Borna von einem Ehepaar unweit des Horstes ein verletzter Storch auf einer Wiese am Teich bemerkt und an die Untere Naturschutzbehörde gemeldet. Sven Möhring fuhr sofort hin und konnte den schwer verletzten Storch ohne Gegenwehr bergen.

Foto  Sven Möhring - verletzter Oelzschauer Brutstorch HN624 

07.04.2022 HN624 schwer verletzt in Oelzschau Foto S. Möhring

Er rief mich an und anhand der Ringnummer mußte ich leider erfahren, das es sich um einen gut bekannten männlichen Adoptivstorch handelte , welcher in den letzten 3 Jahren erfolgreich zusammen  mit seiner aus Freiburg im Breisgau stammenden Partnerin 7 Junge zum ausfliegen gebracht hat... Der Storch hatte sich vermutlich bei einem Kampf ums Nest auf ungeklärte Weise das linke Ringbein abgetrennt und wurde von Sven Möhring zum nächsten Tierarzt gebracht und von seinen Schmerzen erlöst...So hart diese Entscheidung klingen mag , - ein Storch mit einem Bein erleidet aus den Erfahrungen der Vergangenheit nur unnötige Qualen.... So ein Storch steht immer nur auf einem Bein herum , welches dann mit der Zeit auch überlastet wird und kann nicht laufen und sich nicht setzen wie es seine Natur verlangt . Mich persönlich stimmt  der Tod dieses ehemaligen Pflegestorches auch sehr traurig, aber vielleicht sehen wir ja den von Ihm stammenden und  von mir geborgenen Oelzschauer Jungvogel vom Vorjahr einmal  wieder, der als einziger"Oelzschauer" der letzten Jahre in Thräna beringt werden konnte und von dort aus in die Freiheit gestartet ist  ?

HN624 wurde 2015  als (abgeworfener?) Nestling unter dem Wilschdorfer mit Efeu bewachsenen Schornsteinnest (Landkreis Dresden ) von Herrn Bartling gefunden und 10 Tage mit weissen Mäusen gefüttert.           Foto - Horst in Wilschdorf Foto Archiv U. Seidel 

1241 Wilschdorf S SB

Dann brachte Herr Bartling den Nestling nach Loburg wo er weiter gepflegt und beringt wurde und ich Ihn dann kurze Zeit später von Loburg  zur Adoption nach Pegau abholte.

Fotos U. Seidel Archiv.      05.07.2015  -Ankunft in Pegau -                                                    HN624 (rechts) wird vom Altvogel angenommen und " beschirmt"

DSC04157 640x4800507 15 Pegau

Der Jungstorch wurde also gut angenommen und flog mit dem 2. Nestgeschwister erfolgreich vom Pegauer Horst   aus. 2 Jahre später (2017) konnte ich Ihn im zeitigen Frühjahr  zuerst auf dem noch unbesetzten Horst  in Beiersdorf Altkreis Grimma und dann auf dem Nest  in Kleinbothen Altkreis Grimma  begrüßen!  Zwei Jahre hielt er mit zwei verschiedenen Partnerinnen den Horst besetzt, leider ohne Bruterfolg zu haben.

2019 erschien er Ende Februar wieder zuerst in Kleinbothen , dann besuchte er die Nester  in Sermuth und in Nerchau Altkreis Grimma ohne das sich ein zweiter Storch einfand.

(Die Störche im Altkreis Grimma der letzten Jahre sind bis auf das Trebsener beringte  Männchen alles Ostzieher und kommen erst im April bei uns an ...)

Danach konnte  ich Ihn in Oelzschau , einem der erfolgreichsten Standorte in ganz Sachsen (seit 1965 sind 168 Junge datiert !) mit der besagten gleichaltrigen Dame aus Freiburg wiedersehen, wo er sich gegen ein unberingtes Männchen durchgesetzt hatte.  

HN624 Wilschdorf/Loburg /Pegau  links und AV905 Legelshurst Freiburg im Breisgau zusammen  in Oelzschau unweit des Horstes  (Archivbild US. 2020)

HN624 in Oelzschau Archivbild

Horst in Oelzschau mit dem beringten Brutpaar auf der Wiese am Teich ...  Archiv 2020  Foto U.Seidel

HN624 mit Partnerin in Oelzschau Archuvbild

HN624 war ein typischer Westzieher und wurde mehrmals auf seiner Zugroute in der Schweiz , in Frankreich und in Spanien abgelesen.   

Als ein ehemaliger Pflegestorch  und m 7. Lebensjahr hat er fast das Durchschnittsalter eines beringten Storches erreichen können und ich werde Ihn in guter Erinnerung behalten.

Hoffen wir , das es zu keinen weiteren Verlusten schon zu Beginn der Brutsaison kommt.

Uwe Seidel 

Regionalbetreuer für RB Leizig  


03.04.2022 Noch sind viele heimische Horste leer , aber die ersten Störche haben bereits mit der Eiablage begonnen... 

Nach Info von Jörg Spörl und einem Foto von der Webcam ist in Thräna ein erstes Ei im Nest. (Foto) 

IMG 20220402 WA0016

Auch in Groitzsch wurde das erste Ei abgelegt berichtet u.a. Olaf Becher unter Aktuelles Borna .

Bei den früh angekommenen Paaren in Großwig, Bennewitz, Süptitz,Zschöllau ,Hainichen ,Pausitz , Wehlitz, Schkeuditz, Geithain Mosterei, Niedergräfenhain Syhra,Knautkleeberg könnten auch schon Eier gelegt worden sein bzw. die Paare kurz vor der Eiablage stehen.Die nächtlichen  kühlen Temperaturen dürften den Störchen keine Probleme bereiten. Wir hatten auch schon Jahre ,wo die Störche bei minus 15grad schon Eier abgelegt hatten...Als einige der ersten Ostzieher dürften jetzt  die Mügelner Störche eingetroffen sein.In der Türkei gab es Mitte /Ende März durch Schneestürme einen sogenannten Zugstau...Hoffen wir , das es keine allzu großen Verluste unter den heimkehrenden Altvögeln gegeben hat. Die meisten Störche kamen in den vergangenen Jahren immer ab der ersten Aprildekade bei uns an...Einige Einzelstörche sind schon länger anwesend und warten sehnsüchtig auf Ihren/einen Partner/Partnerin . Mitunter sind Sie auf der Suche nach einem Brutpartner auch an  anderen Standorten anzutreffen als Ihrem Heimatnest . Auch rasten mitunter durchziehende Störche auf einem unserer Horste und die Freude über die Ankunft eines heimischen Storches war leider noch verfrüht, so wie in Beiersdorf oder Großbardau.

Nachtrag : Am 21.März konnte kurzfristig mit Hilfe  einer erfolgreichen Spendenaktion vieler Storchenfreunde in der Bäckerei Bahrmann in Beiersdorf das ansässige in die Jahre gekommene Storchennest auf der Werkstattesse der Beiersdorfer Pflanzenproduktion komplett erneuert werden. Fa. Steinbach aus Pomssen war mit einem Autokran zur Stelle und Dachdeckermeister Wolfgang Mohr aus Grimma hatte extra eine Hebebühne angemietet und Metallbaumeister Silvio Naumann aus Bernbruch konte so das baufällige Horstgestell samt abgesacktem Nest demontieren und ein neues feuerverzinktes Gestell  samt neuem Kunstnest montieren.

Anbei einige Fotos von der Aktion:

Fotos Klaus Döge - Silvio Naumann demontiert mit dem Bühnenfahrer der Fa. Mohr das Beiersdorfer Gestell mitsamt dem Nest von der Werkstattesse 

Be3iersdorf 1

Beiersdorf 2

Beiersdorf 3

Beiersdorf 4

Beiersdorf 5

Beiersdorf 6

Beiersdorf 8

Kurz nach der erfolgreichen Aktion hatte sich doch tatsächlich  unverhofft ein Storch auf dem Nest niedergelassen und inspizierte diese...(Foto Uwe Seidel )

Beiersdorf 9 US 

Wir freuen uns über Ihre Informationen und Fotos zum Storchengeschehen .

Uwe Seidel im Namen des Coreteames 


26.03.2022  - Nach mehreren Monaten Ausfall der Kamera in Frohburg, konnten wir durch Organisation von Udo Stein (Autohaus an der Schmiede), und den aktiven Einsatz von Jörg Spörl und seinem Kollegen, am 26.03 die Repararurarbeiten an der Kameratechnik durchführen. Das Netzteil war entwendet und die Stromleitung zur Kamera zerrissen. Das Datum der Kamera zeigt leider noch den falschen Tag an und die Uhrzeit steht noch auf Winterzeit. Da der mir administrative Zugriff zur Kamera im Moment nicht möglich ist, will ich versuchen diesen Fehler zu einen späteren Zeitpunkt zu korrigieren. Zur Belohnung kam wie auf Bestellung ein Storch, kurz nach dem Ende der Arbeiten, auf das Nest. (Das Datum habe ich im Bild etwas korrigiert)

Frohburg260322

Klaus Döge
Coreteam Sachsenstorch


20.03.2022   In der vergangenen Woche wurden wieder Weißstorchankünfte in verschiedenen sächsischen Regionen gemeldet. 

Am 07.März kam nach Info von Siegried Reimer aus Döbeln der erste Storch auf dem neu hergerichteten Nest in Großbauchlitz an.

STR.Großbauchlitz 07.03.20.22

Aus Neukirchen im Zwickauer Land  übersandte Jirka Scheit ein Foto vom angekommenen Storchenpaar auf dem großen Schornstein.

Jirka Scheid Neukirchen

In Frauendorf im Altkreis Geithain  konnte Elke Frank am 12.März ein Storchenpaar auf dem Nest fotografieren.

Frauendorf Elke Frank

bei einer Kontrollrunde am Samstag konnte ich zwei beringte Störche eines neuen Paares ablesen. Zum einen BB39 ,ein Weibchen welches schon im Vorjahr den Horst besetzt hatte aber dann vom früheren unberingten Weibchen vertrieben wurde und das vorjährige beringte Männchen welches in Jahnshain erfolgreich gebrütet hatte. Da wird es bestimmt noch Veränderungen geben , wenn die rechtmäßigen Horstbesitzer zurück kommen werden.

Auch in Pegau auf der Ziegeleiesse  hat sich vorerst  ein neues Paar niedergelassen. Das Männchen AL951 stammt aus Steinbach bei Karlsruhe  und  war im Vorjahr von Nerchau nach Mutzschen gewechselt -hatte vorher bereits als 2 Jähriger erfolgreich in Kühren gebrütet, dann 3 Jahre in Malkwitz und 2020 in Nerchau. Ich konnte das Mutzschener Paar nach der Brutsaison bei Zschoppach ablesen und sehen , das der männliche  Storch stark humpelte... Zum Glück hat er sich wohl wieder von seiner Verletzung erholen können ... Das neue Weibchen in Pegau mit der Nummer A9P15 satmmt  aus Wettelsheim und  wurde im vergangenen Jahr mehrmals in unserer  Region an verschiedenen Orten  als Nichtbrüter gesichtet. Auch hier ist zu erwarten das es noch Veränderungen geben wird , da das unberingte Pegauer  Brutpaar vom Vorjahr noch unterwegs zu sein scheint .

Foto von Olaf Becher -Neues Paar in Pegau   

Störche Pegau

Von den Ostziehern könnten jetzt schon bald die ersten Störche eingetroffen sein obwohl es aus der Türkei die  Nachricht gab, das  Schneestürme die  Störche über mehrere Tage gehindert hatten weiter zu ziehen.Hoffen wir, das es dadurch zu keinen größeren Verlusten unter Ihnen  gekommen ist .

Im Bereich Borna und Geithain sind bisher zahlenmäßig die meisten Rückkehrer eingetroffen. In Thräna hat sich nach Info von Jörg Spörl das Paar vom Vorjahr wieder zusammengefunden, nachdem sich ein neues unberingtes Weibchen schon einige Zeit eingenistet hatte. Ebenso hat sich in Groitzsch  das beringte Männchen vom Vorjahr gegen das neue Männchen durchgesetzt berichtet Olaf Becher unter Borna Aktuelles .

In Niedergräfenhain und in Geithain auf der Mostereiesse haben sich vermutlich die alten Paare vom Vorjahr  wieder zusammengefunden        Fotos 1 Niedergräfenhain - vom Samstag- Uwe Seidel beringtes Männchen AH10 und unberingtes Weibchen

19.03.22 Niedergräfenhain

unberingtes Paar auf der Geithainer Mostereiesse stemmt sich gegen den böigen Wind am vergangenen Samstag (Foto unterhalb)19.03.22 Geithain Mosterei  

Im Altkreis Torgau sind nach Info von Udo Weisser bereits seit längerem die Horste in Bennewitz und Großwig komplett und jetzt auch in Süptitz,wo vermutlich unser ältester Storch wieder gelandet ist wie Udo Weisser berichtete.                           

In Dommitzsch konnte Herr Werner Gericke einen unberingten Storch bei der Nahrungssuche in der Nähe des Horstes fotografieren.               (Foto Herr Gericke )DSCN1687

In Wehlitz ist nach Info von unserem Betreuer  Manfred Seifert ebenfalls ein Storchenpaar komplett und in Dölzig und Knautkleeberg jeweils ein Einzelstorch anwesend.

Am 14.März konnte ich bei Roitzschjora 2 beringte Störche ablesen, welche im vergangenen Jahr erstmals zusammen auf dem Schornsteinnest gebrütet hatten . A5901 ein erfahrenes und weitgereistes Weibchen welches die  Jahre zuvor im benachbarten Löbnitz gebrütet hat und im Winterhalbjahr mehrmals in Büttelborn gesichtet wurde und HP 349 welches aus Friedersdorf Anhalt- Bitterfeld  stammt und die vergangenen Jahre in Roitzschora gebrütet hat . Foto Uwe Seidel (links das Weibchen A5901  , rechts HP349)

HP349 und A5901 bei Roitzschjora 14.03.2022

Von Dieter Wend erhielt ich die Nachricht , das in Eilenburg der männliche Franzose der letzten beiden Jahre wieder auf dem alten maroden Schornstein gelandet ist.

Nach bisherigen Erkenntnissen  sind  ca. 20 Prozent der Horste vom Vorjahr mit Paaren  besetzt und ca. 1 Viertel der Anzahl der Brutstörche anwesend was ungefähr dem Bestand an Westziehern der letzten Jahre entspricht.

Weißstorch in Kleindalzig - Foto von Christine aus Kleindalzig  - weitergeleitet von Jörg Spörl

IMG 20220317 WA0003

Von den Ostziehern ist bekannt , das vor einigen Tagen ein Teil in der Türkei durch Schneestürme am Weiterziehen gehindert wurde.

Hoffen wir , das es nicht zu größeren Verlusten gekommen ist.

Wir freuen uns auf Ihre Beobachtungen und Meldungen.

Uwe Seidel vom Coreteam 


11.03.2022 - Heute wurde in Falkenhain, Gemeinde Lossatal eine Kamera am Storchennest installiert. Silvio Naumann aus Bernbruch und eine Mitarbeiter des Bauhofes Lossatal haben bei eisiger Kälte die Mechanik montiert. Am 01.04.22 wird die gegenüber liegende neue Kita eingeweiht, dann soll die Kamera den Kleinen den Storch näher bringen indem sie live am Stochengeschehen teilnehmen können. Das Videosignal wird per Funk in die Kita übertragen und ist dort auf einen Bildschirm zu sehen. Auch auf unserer Sachsenstorch Seite wird später der Link verfügbar sein, so dass jeder per Internet zuschauen kann. Dies sind ein paar Fotos von der Montage und der Anlage.

DSCN1701   DSCN1706 DSCN1703   DSCN1708

Klaus Döge
Coreteam


06.03.2022 In der vergangenen Woche sind wieder einige Störche bei uns  eingetroffen.

So haben sich zum Beispiel  in Groitzsch nach Info von Olaf Becher (siehe aktuelles Altkreis Borna )und in Geithain auf der Mostereiesse (Info Jörg Spörl) 2 weitere  Paare komplettiert.

Fotos vom Paar auf der Geithainer Mostereiesse und dem Paar in Thräna Jörg Spörl 

IMG 20220301 WA0027

IMG 20220301 WA0024

Heute wurde in Otterwisch und Großbardau je ein Storch unberingter Storch gesichtet.

Anhand der Webcams an beiden Horsten kann man feststellen, das in Otterwisch 1 Storch nächtigt , Großbardau aber nicht besetzt ist. In Otterwisch hat sich bereits auch schon ein beringter Storch kurzfristig niedergelassen. Das könnte z. b. ein Storch aus Oelzschau gewesen sein? In Ölzschau  waren in den letzten Jahren beide Partner beringt und wenn Sie noch allein sind , schaun Sie mal hier und da vorbei und vertreiben sich die Zeit. In diesem Jahr sind wieder einige Webcams in der Region neu hinzugekommen welche Klaus Döge verlinkt hat.

Im RP Cemnitz wurden bereits auch  einige Horste sehr früh  besetzt . 

Im Landkreis Bautzen im RP Dresden ist nach Info von Andreas Baumgärtel dagegen bisher  nur das Nostitzer Paar mit dem Weibchen mit dem unbekannten grünen Ring anwesend.

Fotos Andreas Baumgärtel DSC08546 Nostitz 25.2.2022 DSC08544 Nostitz 25.2.2022  

In Eilenburg wurde nach Info von Dieter Wend gleich in der Nähe des einsturzgefährdeten Schornsteines mit Hilfe der UNB und des LPV  ein neuer Horst am Mühlgraben errichtet.

In Wolfshain wurde nach Info von Manfred Seifert unserem Leipziger Betreuer mit Hilfe der FFW ein neues Kunstnest aufgebracht welches Manfred in der Auwaldstation Lützschena geflochten hat.Im Vorjahr hatte sich ein Einzelstorch auf dem schon länger nicht besetzten Nest niedergelassen welcher vor 5 Jahren  in Mügeln erbrütet wurde.(Foto folgt später)

 

Foto Dieter Wend 

Eilenburg Neu  

In Hainichen konnte Dieter Wend das langjährige Weibchen aus Barby mit dem vermutlichen treuen Partner ablichten bzw. ablesen. Das Paar in Hainichen nördlich von Eilenburg  welches neben der Eisdiele brütet, ist immer eines der ersten in der Region und auch eines welches am längsten bleibt.

Foto Dieter Wend

Hainichen  

Wir freuen uns über Ihre Beobachtungen zum aktuellen Storchengeschehen.

Uwe Seidel Regionalbetreuer


27.02.2022... mit dem heutigen Datum sind 10 Storchenpaare und 11 Einzelstörche in unserem Erfassungsgebiet als anwesend gemeldet , genau so viele wie  taggenau  im vergangenen Jahr!

auch der vor kurzem  sanierte Horst in Prießnitz Korndörfer wurde bereits  von einem Einzelstorch in Besitz genommen (Foto Jörg Spörl) 

Prießnitz

In Thräna hat sich nach Info von Jörg Spörl vorerst  ein neues unberingtes Weibchen  mit dem unberingten Männchen zusammengetan.

Foto Jörg Spörl 

Thräna

Erfahrungsgemäß kommt es in der Ankunftszeit bei unseren Weißstörchen am Anfang auch immer wieder kurzfristig zu Umverpaarungen . Wenn die Platzhalter nur wenige Zeit später zurück kommen, wird das meist schnell und komplikationslos ohne große Kämpfe geregelt. Wenn aber schon die Eiablage erfolgt ist oder gar Junge geschlüpft sind, kann es natürlich auch zu erbitterten und blutigen Kämpfen kommen . Darüber ist es aber noch viel zu früh zu spekulieren.

Von der Zahl der Ankünfte her gibt nach bisherigen Erkenntnissen keine gravierenden Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zu vermelden,

was für mein Dafürhalten auch nicht auf eine mögliche Klimaveränderung hindeutet. 

In diesem Winter gab es zwar keine nennenswerten Schneefälle aber die regelmäßigen Niederschläge haben die Teiche und Gräben und stehenden  Gewässer gut gefüllt und auch auf den Feldern sind allenorten Pfützen und Lachen sichtbar, welche eventuell für Amphibien geeignet sind neues Leben entstehen zu lassen .

Bedenklich finde ich es dagegen sehr ,das nach meinen Beobachtungen in meinem Heimatgebiet dem ehemaligen Muldentalkreis in den letzten Wochen sehr viele Bäume ,auch völlig gesunde in der Nachbarschaft von  Strassen und Wegen wegen "Schaffung von Verkehrsicherheit" gefällt oder abgeholzt wurden ...darunter große Bäume wie Weiden,welche bisher jedem Sturm der letzten Jahrzehnte standgehalten haben...

und nun als  wertvoller Lebensraum für viele Insekten und andere Lebewesen zerstört wurden und verloren sind.

Von den Büschen am Wegrand welche gleich zerschreddert und in die Gegend geblasen wurden und welche besonders Singvögeln Schutz und Brutraum gegeben hatten  nicht zu sprechen... 

Foto Uwe Seidel 

 Baumfrevel inFebruar 2020

Für mich ist es schade um jeden Strauch mit Blattwuchs  welcher am Wegrand gewachsen ist und mit Energieaufwand nun sinnlos zerschreddert wurde!

Die sogenannte Photosynthese ,welche bewirkt, das das ach so schädliche CO2 in Sauerstoff umgewandelt wird ...ist entweder in der Wissenschaft nicht mehr bekannt oder wird  meinem Empfinden nach aus Unwissenheit oder mit Absicht ignoriert.

Anders kann ich es leider nicht ausdrücken. In dem von mir angesprochenen Fall am Bahndamm von Großbothen nach Grimma soll nach Auskunft der UNB im Nachhinein die ausführende Firma mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren belangt werden weil Sie über die Stränge geschlagen hat...das ändert aber nichts an der Tatsache das dutzende Bäume mit zahlreichen  Nisthöhlen vernichtet wurden.Hier sollte meines Erachtens ein Umdenken erfolgen.

Auf der grünen Insel in Südengland sieht es dagegen so aus ,das man auf fast allen Strassen Hecken  und Bäume  bis zum Strassenrand wachsen  läßt und man manchmal wie durch grüne Tunnel fahren kann und keiner stört sich daran ,selbst wenn man mit dem Auto manchmal die Büsche streift ...

Landstrasse in Südengland2  Dorfstrasse

Tunnelbäume in Südengland  Tunnelbäume 2

Fotos Uwe Seidel 

Zurück zum Storchengeschehen .

Auch in Trebsen im Altkreis Grimma hat sich nach Info von Thomas Kube und Klaus Döge der erste Storch eingefunden und konnte anhand der Ringablesung  heute als das Männchen der letzten Jahre identifiziert werden.

Foto Uwe Seidel Trebsen 27.02.2022 HP374 da

Uwe Seidel vom Team Sachsenstorch 


25.02.2022 - Heute schrieb mir Andreas Baumgärtel, dass am Sonntag dem 13.02 die Störchin mit dem "ATC" Ring gegen Mittag in Nostitz an kam. Vergangenes Jahr kam sie am 1.März und der Partner o. R. am 20. Februar. In Büttelborn wurde weder ATC noch der Radiborer Westzieher DEH H9477 jemals gesehen, hat mir Horst Usinger mitgeteilt. Jedes Jahr kommt der Storch ATC so super weiß an !!! Große Frage: Wo und wer hat ihn beringt ? Es muss doch ein Forschungsprojekt gewesen sein ??? Hoffentlich meldet sich mal jemand und schreibt es uns. Wir forschen weiter !

DSC08188

Und schon gab es eine Rückmeldung, Dr. Rico Spangenberg schrieb:

Hallo Klaus,
habt ihr zum ominösen Weißstorch ATC schon mal auf European Colour-Ring Birding recherchiert?
Der folgende link zeigt alle Projekte an, die grüne Kennringe an Störchen verwenden:
Die Bezirksstelle für Naturschutz Karlsruhe verwendet dabei einen Code aus 3 Buchstaben, das könnte doch passen, oder?
https://cr-birding.org/node/1674
Alternativ könnte ich mir vorstellen, dass ein Teil vom Kennring abgebrochen ist, und es ursprünglich 4 Zeichen gewesen sind?!
VG, Rico
 
Ich denke der Ring ist komplett also nichts abgebrochen, wie hier zu sehen ist.
DSC08187
 
Vielen Dank für die Info Rico.
 

Klaus Döge
Coreteam


23.02.2022 - Anja Kraushaar schickte mir ein Foto, welches von Fotograf Jörg Thiemann heute in Döllnitz bei Schkeuditz aufgenommen wurde. In diesem Jahr ist die Ankunft der Störche wieder früher als sonst. Der Klimawandel lässt grüßen.

 Döllnitz bei Schkeuditz 230222

Klaus Döge
Coreteam


13.Februar 2022..Seit dem gestrigen Samstag ist nach Info von Jörg Spörl ein zweiter unberingter Storch in Thräna auf dem Turmhorst gelandetund versucht mit dem ansässigen Männchen anzubandeln.

In Dewitz bei Taucha landete am 10.Februar nach Info von Bodo Schwarze ein Weißstorch auf dem großen Schornsteinhorst.Ob er geblieben ist oder nur gerastet hat ist noch nicht bekannt ? 

Turmhorst in Thräna -Foto Jörg Spörl                                                                          Dewitz - Foto Bodo Schwarze 

13.02.22 Thrähna J. Spörl   10.02.22 Bodo

Nachtrag : Am 19.Januar wurde in Plaussig durch Initiative von Steffen Wagner(Nabu)  eine Camerahalterung (Fa. Schallwig aus Plaussig) mit der entsprechenden Camtechnik (Klaus Döge )ausgerüstet und  mit Hilfe der FFW Plaussig installiert.

Die Camera vom Plaussiger Storchennest kann man jetzt also auch im Internet anschauen.

4 Fotos von Steffen Wagner 

Uwe 1 BSD5188

Uwe 4 XSC2361

Uwe 3 XSC2283

Uwe 2 XSC2231

Von Dietmar Heyder bekam ich eine interessante Wiederfundmeldung vom 2. Schkeuditzer beringten Jungstorch vom Vorjahr.                          Dieser wurde am 29.August 2021  im Trupp von 169 Störchen bei Albenga einer italieneischen Stadt am Mittelmeer welche  zwischen Genua und dem französischen Nizza gelegen ist abglesen.Vermutlich war die Truppe auf dem Zug ins Winterquartier zur Iberischen Halbinsel oder weiter  nach Afrika  etwas vom Weg und nach Osten abgedriftet.

Uwe Seidel vom Team Sachsenstorch 


05.Februar 2022 Am 03.Februar ist nach Info von Udo Weisser auch der erste Storch auf dem Horst in Großwig eingetroffen.

Foto Udo Weisser

03.02.22 Udo Weisser  

Soeben habe ich die Nachricht von Herrn Usinger aus Büttelborn gelesen , das auch der 2. Schkeuditzer Storch den Winter in Büttelborn verbracht hat und noch anwesend ist. Durch eine Ablesung mit dem Spektiv konnte der Elsaring genau  entziffert werden. In den letzten Tagen haben die ersten überwinternden  Störche die Region Büttelborn verlassen schrieb Horst Usinger.        

Wir freuen uns über Ihre Meldungen und Beobachtungen.

Uwe Seidel vom Team Sachsenstorch  


31.Januar 2022 Heute Morgen ist auch der 1. Storch in Thräna eingetroffen. 

Info und Foto von Jörg Spörl

IMG 20220131 WA0002


30.Januar 2022 Am gestrigen Samstag fand in Prießnitz im Altkreis Geithain eine schon länger geplante und durch die UNB vom Landkreis Leipzig geförderte Horstsanierung statt.

Das Nest auf der Werkstattesse der Fa. Korndörfer wurde erstmalig im Jahr 2000 erfolgreich bebrütet und größtenteils durch die Störche selber errichtet und im Laufe der Jahre mächtig angewachsen .

Abtragung des Prießnitzer Horstes am 29.01.22  - Foto Jörg Spörl 

1 Abtragung Prießmnitz Jörg Spörl

In 21 Jahren sind 42 Jungvögel erfolgreich ausgeflogen.

Von den beringten Jungvögeln gibt es auch einige erfolgreiche Brutstörche. Die Störchin H7606  wurde 2008  von Dietmar Heyder und dem  Geithainer Storchenvater Herbert Bauer beringt und brütet seit vielen Jahren erfolgreich in der  Zwickauer Region in Mosel. HP379 ein männlicher Storch erfolgreich ganz in der Nähe in Frauendorf.Von dem 2012 von Steffen Müller beringten Storch HE995  kam im Vorjahr die traurige Nachricht das er im April auf dem Rückweg nach Europa in Syrien abgeschossen wurde...Zuvor wurde der Storch in Tschechien abgelesen wo er möglicherweise auch gebrütet hat. Der Storch BB21 wurde ebenfalls in Tschechien 2015 als Stromopfer tot aufgefunden. HP380 ein Weibchen hat 2017 in Kleinbothen gebrütet allerdings ohne Erfolg .Wolfgang Köcher hat 2015 bei Grimma den in Prießnitz beringten Storch H8894 abgelesen. CK 18 wurde 2018 in Polen auf dem Wegzug abgelesen.

Die Horstsanierungsaktion wurde durch die Firmen Metalbau Hupfer und die Fa. Baumaschinen Trinks aus Prießnitz , die Helfer der FFW Prießnitz und die Mitarbeiter der Firma Korndörfer unterstützt . Kreisbetreuer Jörg Spörl hatte kurzfristig die Horstmatte geflochten und bereitgestellt und  die Aktion koordiniert.

2 Foto Jörg Spörl 29.01.22

2 Fotos Jörg Spörl - unten ein Teil des abgetragenen Nestes - das Horstgestell und das Kunstnest werden für die Montage vorbereitet und mit dem Hubsteiger aufgebracht.

4 29.01.22 Prießnitz Neubau Jörg Spörl

anschließend wurde durch Herrn Hupfer und Mitarbeiter die neue Leiter und das Podest befestigt . Herr Holger Heimich von der Fa. Trinks  steuerte soverän den Hubsteiger.

Gegen 14 Uhr war die Montage beendet und die Dächer der Werkstatt  konnten von den heruntergefallenen Restern des  alten gewichtigen Nestes beräumt werden. (Foto U. S. )   

 

29.01 

Hiermit möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich für Ihren Einsatz bei dem starken Wind/Sturm bedanken und hoffen das das Prießnitzer Storchennest noch viele Jahre von den schönen Vögeln angenommen wird.

Heute am 30.Januar ist nach Info von Naturfreund Steffen Wolf auch der erste Storch in der Geithainer Region auf dem Schornsteinhorst in Frohburg erschienen. -Foto Steffen Wolf 

30.01. Frohburg Steffen Wolf

Ein weiteres Foto vom Ankömmling am Teich unterhalb des Horstes zeigte einen schwarzen Fussring und läßt vermuten , das es sich um das langjährige Syhraer Männchen handelt, welches immer zuerst in der Region ankommt, was aber noch durch eine genaue Ablesung bestätigt werden muss. (Foto Steffen Wolf)

30.01

So scheint also die Storchensaison wieder sehr früh zu beginnen..., denn das ist bereits neben dem  unberingten Kleinprießliger Überwinterer und dem Schkeuditzer Weibchen  der letzten Jahre der 3. Storch der zurück gekehrt ist.

Storchenfreund Andreas Baumgärtel aus Radibor - Bautzen hat uns geschrieben und ein Storchenschild aus Aluminiumkunststoffverbund zum Preis von ca. 10 Euro angeboten welches an den traditionellen Horsten leicht befestigt werden kann. Bei Interesse wendet Euch einfach an uns mit einer Mail.

Anbei ein Foto .  Rohling4. 1

Wir berichten sobald es etwas Neues gibt. 

Einen schönen Abend wünscht Uwe Seidel vom Coreteam Sachsenstorch 


22.Januar 2022- Bisher sind keine neuen Storchenbeobachtungen in unserer Region bekannt geworden.                                                   

Vor einigen Tagen bekam ich jedoch eine Anfrage aus Thüringen zu bei uns im Vorjahr beringten Jungstörchen und interessante Informationen zu einem größeren rastenden Storchentrupp bei Königshofen im Holzlandkreis in Thüringen .Vom 15.-19. August 2021 wurde  dort ein Weißsstorchtrupp mit bis zu 61 vorwiegend Jungstörchen gesichtet. Herr Heiko Schoder konnte 8 Störche mit den neu vergebenen gelben Zusatzringen fotografieren und bekam nun die Rückmeldung von der Beringungszentrale. Es handelte sich um Jungstörche aus Sachsen und Sachsen- Anhalt . 2 Nestgeschwister aus  Plaußig- Leipzig , 2 Nestgeschwister aus Libbesdorf Sachsen Anhalt , je 1 Jungstorch aus Penna - Mittelsachsen , 1 Jungstorch aus Püchau- Wurzen und je  1 Jungstorch aus Lödderitz und Radegast aus der Region Anhalt- Zerbst in Sachsen Anhalt. Tagziehende Zugvögel wie Weißstörche nutzen gern Flußläufe aber auch Autobahnen zur Orientierung. Möglicherweise befand sich  der Zugtruppauf schon auf der westlichen Zugroute entlang des Thüringer Beckens in Richtung Rheinebene? Vielleicht bekommen wirirgendwann  über den einen oder anderen Storch durch weitere Ablesungen auch  Informationen über die Beringungszentrale ?

anbei 2 Fotos von Heiko Schoder aus dem Holzlandkreis von 2 rastenden sächsischen  Störchen vom 17.08.2021

 

Plaussiger Jungstorch bei Königshofen  (Heiko Schoder)                             Beringung in Plaussig von 3 Jungstörchen 08.07.2021 -(Foto us.)

Plaussiger 17.0821   Plaussig

Fotos unterhalb:

Püchauer Jungstorch bei Königshofen -Foto Heiko Schoder                       Beringung in Püchau von 2 Jungstörchen am 09.07.2021 (FotoUS)

Püchauer Püchau

Anbei noch einige Fotos von den Horststandorten  der anderen abgelesenen  Jungstörche. 

Libbesdorf - 24.07.2021 Us 

Libbesdorf Libbesdorf 2

Lödderitz -24.07.2021 (US)

Lödderitz Lödderitz 2

Radegast 24.07.2021 (U.S)                                                                                              Penna - Archivbild Sachsenstorch 

Radegast Penna

Uwe Seidel vom Coreteam


13.01.2022  - Der 1.Storch ist nach Schkeuditz zurück gekehrt- ein zweiter in Kleinprießligk bei Groitzsch ist gar nicht erst weggezogen... 

der Winterstorch von Kleinprießligk- Foto Andreas Fischer 04.01.2022    am 09.01.2022 auf dem Fußballplatz  - Foto Olaf Becher 

04.01.21 Kleinprießligk A. Fischer 09.01.o. Becher   

Bereits am 29.Dezember 2021 wurde auch der erste Rückkehrer - ein Weißstorch auf dem Horst in der Mühlstrasse in Schkeuditz gesichtet.

Manfred Seifert unser Leipziger Betreuer konnte  anhand der Ringablesung das 6 jährige Weibchen aus Biebesheim identifizieren welches nun bereits  seit einigen Jahren mit einem 3 Jahre älteren ebenfalls in Biebesheim beringten Storch zusammen auf einer Esse in Schkeuditz erfolgreich brütet.

Foto von M.Hartung vom 12.01.2022  aus Schkeuditz 

Schkeuditz Foto M Hartung

In Biebesheim am Rhein gibt es eine Storchenkolonie in einem ehemaligen Vogelpark. Gar nicht weit davon entfernt befindet sich Büttelborn wo in den vergangenen Jahren  in der Umgebung einer Deponie zu gewissen Zeiten  dutzene bis über hundertzwanzig Störche beobachtet wurden.Unter anderem wurde das Schkeuditzer Weibchen  dort im vergangenen Herbst mehrfach gesichtet und von Herrn Usinger fotografiert.(siehe Archiv Aktuelles  2021)  Nun ist Sie also schon nach Schkeuditz zurück gekehrt .Höchtswahrscheinlich hält sich auch das Männchen noch in Büttelborn auf. Auf einem Foto von Herrn Usinger war die erste von 5  Ziffern nicht 100 Prozentig ablesabar, weshalb wir nicht ganz sicher sein können ob es sich um das Männchen 8X760 handelt.                                                            

Auch die 16 jährige Störchin A5901 aus Mingolsheim, welche viele Jahre erfolgreich in Löbnitz gebrütet hat und 2021 nach Roitzschjora umgezogen ist , konnte in den vergangenen Jahren in Büttelborn abgelesen werden. Diese genannten weiblichen  Störche waren in den letzten Jahren auch immer schon im Februar zurückgekehrt. Das Schkeuditzer Männchen kam 2021 erst Anfang März zurück.

Eigentlich sollten die Störche besser noch ein Weilchen im "Süden" bleiben, denn an einigen Standorten gibt es noch Sanierungsarbeiten zu erledigen, wie in Böhlitz , wo der Horst komplett abgetragen, die Esse ausgebessert wurde und ein neues Gestell samt Horstmaste aufgebracht wurde.

Fotos von  Mario Richter aus Böhlitz - Horstsanierung in Böhlitz 

04.01.2021   Böhlitz 04.01.21

Da die Böhlitzer Störche vermutlich Ostzieher sind, wird das Nest wohl noch bis März unbewohnt bleiben...es sei denn Nilgänse entdecken es  für sich und machen es sich da vorrübergehend gemütlich, wie auf dem Foto vom Frauendorfer Horst von Elke Frank zu sehen ist.

Foto vom 10.01.2022 von Elke Frank 

Frauendorf 10.1.22 E. Frank

An vielen Orten und auch auf Storchennestern kann man jetzt balzende Nilgänse beobachten. Ob Sie die Storchennester für sich behaupten können werden wir bald erfahren. Meistens vertreiben die Störche die illegalen "Hausbesetzer" aber auch  in einigen Fällen mußten unsere Störche warten und Geduld haben bis die jungen Nilgänse geschlüpft waren und dann alsbald das Nest verlassen haben wie im Vorjahr in Dewitz beobachtet wurde ,wo das Storchenpaar aus der Not und in Erwartung der Eiablage mehrere Nester auf Lichtmasten gebaut hatte...das angestammte Nest quasi in letzter Minute doch noch frei geworden war...

Wir wünschen allen Storchenfreunden und  Lesern unserer Seite  eine gute Zeit und schöne Beobachtungen an der frischen Luft und freuen uns auf Ihre Mitteilungen.

Uwe Seidel vom Coreteam 



Allen unseren Storchenfreunden wünschen wir ein frohes und vor allem gesundes Jahr 2022.


Aktuelles 2021 siehe Archiv 2021

Aktuelles 2020 siehe Archiv 2020

Aktuelles 2019 siehe Archiv 2019

Aktuelles 2018 siehe Archiv 2018

Aktuelles 2017 siehe Archiv 2017

Aktuelles 2016 siehe Archiv 2016

Aktuelles 2015 siehe Archiv 2015

   
© Klaus Doege